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Strategien und Studien ein Kommentar
Der Deutsche Sportbund (DSB) hat mit einigen Partnern aus der Wirtschaft Studien in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse daraus werden von den modern eingestellten Sportfachverbänden und Vereinen dazu benutzt, um ihre eigenen Strategien zu überprüfen. Es scheint aber nur eine Minderheit zu sein, die sich überhaupt Gedanken über Strategien macht.
Prof. Eike Emrich (Frankfurt) bezweifelte, ob viele Sportverbände ihr eigentliches Klientel eigentlich kennen und berücksichtigen. Die deutsche Sportlandschaft wird von Kleinvereinen bestimmt, grosse Clubs gehen bei den Zahlen, die Kleinvereine in die Waagschale werfen, fast schon unter.
Auch im DRB sollte man sich die Frage stellen, ob man nicht zu sehr die Bundesligaclubs im Blickwinkel hat. Von ca. 500 gemeldeten Vereinen gehörten im Vorjahr 49 der I./II. Bundesliga an, was einem Gesamtanteil von 10 % entspricht. Sicher sind unter den restlichen 450 auch ein paar Clubs, die keinen Ringer-Sportbetrieb mehr betreiben, aber trotzdem sind viele dieser Vereine eine Basis, auf die sich Ringen heute stützt, zumal Nachwuchsarbeit bei manchen Bundesligisten zunehmend abgebaut worden ist.
Manche Landesverbände sind sich ihrer Klientel noch mehr bewusst, da diese ja auch näher am Geschehen sind. Die Zeiten, in denen nicht danach gefragt wird, was die Verbände mit dem Geld, das sie durch Beiträge und Startmarken einnehmen, anfangen, sind vorbei. Auch im DRB-Haushalt ist die Einnahme aus den Vereinen, die nicht der Bundesliga angehören, eine erkleckliche Summe. Da ist es eine berechtigte Frage, was denn an Leistung für die Mehrheit der Vereine erbracht wird.
Früher konnte noch angeführt werden, dass die bekannteren Clubs Werbewirksamkeit ausstrahlen. Das ist heute vorbei. Manche der Sportreporter wissen nicht einmal wie Aalen geschrieben wird und nehmen an, es handle sich um Ahlen.
Dass ein Teil der Clubs ums Überleben kämpft, ist wohl keine neue Erkenntnis. Neue Ringer-Vereine gibt es kaum noch und die Anzahl der Clubs, die das Handtuch wirft, nimmt leider auch nicht ab. Da wäre eine durchgängige Strategie der Verbände angebracht, aber was sind eigentlich die Ziele und Strategien und wer kennt diese?
Alle verfügbaren Zahlen weisen darauf hin, dass der Abwärtstrend im Ringen seit Jahren ungebrochen ist. Eine Strategie um den Trend zu stoppen, wäre dringend geboten. Leider haben Beschlüsse in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass die Anzahl der Deutschen Ringer gesunken ist.
Ringen-aktuell